FAQ-Sammlung


Carpaltunnelsyndrom (CTS)

... ich suche nach Informationen über CTS... leider weiß ich nicht wie es richtig heissen muss... Carpo-Tunnel-Syndrom ?... Jedenfalls finde ich es in ihrer Liste nicht und würde mich freuen, wenn ich irgendwann etwas darüber finden könnte.

Antwort

CTS = Carpal-Tunnel-Syndrom
Die Sensibilität (Gefühl für Berührung u.ä.) sowie die Bewegung der Hand (lateinisch: Carpus), vor allem der Finger, werden im wesentlichen von 3 Nerven kontrolliert:
Nervus medianus, Nervus ulnaris, Nervus radialis.
Vom Gehirn übertragen die Nerven die Information, welcher Muskel wann aktiv werden soll, umgekehrt wird dem Gehirn vermittelt, welcher sensible Reiz an welcher Stelle der Hand gerade empfunden wird. Bei einer Schädigung der Nerven werden beide Funktionen behindert:

  1. entsprechende Muskeln arbeiten nicht mehr prompt - erscheinen mehr oder weniger gelähmt
  2. die Sensibilität aus einem bestimmten Gebiet wird nicht mehr übermittelt - wir empfinden das Gebiet als "taub, eingeschlafen".
  3. Je nach Schädigungsart des Nerven kommen auch noch Schmerzen hinzu, die sich z.T. über große Bereiche des Armes ausbreiten können.
Jeder der 3 genannten Nerven muß in seinem Verlauf durch einen relativ engen Kanal ziehen, beim Nervus medianus ist dies ein festes Bindegewebe an der Innenseite des Handgelenkes. Unter diesem Bindegewebe ziehen neben dem Nerven auch zahlreiche Sehnen, die die Finger bewegen entlang, so daß eine Art Tunnel entsteht, der sog. Carpal (=Hand, s.o.)-Tunnel. Manchmal ist es in dem Tunnel zu eng, wobei die Fingersehnen wenig unter der Enge leiden, der Nerv jedoch zunehmend geschädigt wird.
Am Anfang werden meist Kribbeln und oder Taubheit, typischerweise im Daumen, Zeige- und Mittelfinger verspürt, später treten Schmerzen hinzu, die manchmal den ganzen Arm betreffen können und oft mitten in der Nacht zum Erwachen führen.
Erst später tritt eine Schwäche der voim Nervus medianus versorgten Muskeln hinzu, z.B. kann der Daumen nicht mehr abgespreizt werden, und Daumen, Zeige- und Mittelfinger lassen sich nicht mehr richtig beugen. Im Endstadium ist bereits äußerlich eine Verschmächtigung der Muskeln zu erkennen.
Bei typischem klinischem Bild sind eigentlich weitere diagnostische Maßnahmen nicht notwendig, zur Sicherung der Diagnose wird oft untersucht, ob die elektrische Leitfähigkeit des Nerven am Handgelenk herabgesetzt ist.
Therapeutisch läßt sich zunächst oft durch nächtliche Lagerung auf einer speziellen Schiene eine Besserung erzielen, in ausgeprägteren Fällen kann das o.g. Bindegewebe durch eine Operation erweitert werden, um dem Nerven Platz zu schaffen.

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Enzephalitis

Date: Fri, 14 Aug 1998 17:59:10 EDT, s.e.(aol.com)

Kann man eine Enzephalitis oder eine Meningitis die man als Kind erlitt auch noch im späteren Alter feststellen???????

Antwort

nein, das ist im Allgemeinen nicht möglich, es sei denn, die Krankheit hat im Gehirn oder an den Gehirnhäuten Spuren hinterlassen (Narben, Verklebungen). Auch diese Veränderungen sind allerdings unspezifisch und lassen sich - bei bekannter Vorgeschichte - nur verdachtsweise mit einer im Kindesalter erlittenen Enzephalitis oder Meningitis in Verbindung bringen.

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Lähmung nach Meningitis

ueber eine Suche bei yahoo bin ich an Ihre Ausfuerungen bzgl. der Meningitis geraten und wuerde Ihnen gerne ein paar Fragen stellen in der Hoffnung das Sie mir und meinem Vater weiterhelfen koennen. Vor ca. 4 Monaten ist mein Vater an einer bakteriellen Meningitis erkrankt. Er war einige Zeit auf der Intensivstation wo er am Anfang im kuenstlichen Koma gehalten wurde, da die Laemung bis zu seiner Lunge fortgeschritten war und er kuenstlich beatmet werden musste. Er liegt heute in einer Rehaklinik wo man anfaengt seine Laehmungen zu rehabitilieren. Seine Laemung betraf urspuenglich beide Beine, den Rumpf, beide Arme und das Gesicht. Inzwischen ist sein rechter Arm wieder einigermassen gebrauchbar und auch seine rechte Gehirnhaelfte ist laehmungsfrei. Aber der Rest seines Koerpers ist nach wie vor gelaehmt und insbesondere seine Beine sind voellig gefuehllos. Vom Kopf her ist mein Vater voll da und in erster Linie fragt er sich wann er wieder so weit ist das er seine Beine bzw. sein Rumpf einsetzen kann. Meine bzw. seine Frage ist nun - gibt er Erfahrungswerte wie lange es braucht bis die Nervenlaehmung wieder geheilt ist, bzw. gibt es Moeglichkeiten den Heilungsprozess durch Medikamente, Ernaerung, Homoeopathie o.a. zu beschleunigen? Kennen Sie Kontaktadressen von Leuten mit denen man sich in Verbindung setzen kann um Erfahrungen auszutauschen.

Antwort

Der Bericht ist bemerkenswert, da eine Meningitis - Gehirn-HAUT-Entzündung - anders als eine Enzephalitis - GEHIRN-Entzündung - meist außer den Infektionszeichen nicht zu neurologischen Ausfällen führt. Wenn ursprünglich wirklich eine bakterielle Meningitis vorgelegen hat (ist der Erreger bekannt?) hat die Infektion zum Zeitpunkt der Lähmungen auf das Gehirn und oder die Nerven übergegriffen, d.h. man kann von einer Meningo-Enzephalitis sprechen. (Die Schilderung der Lähmung, die den Körper aufsteigend betrifft und sich dann wieder zurückbildet, so daß nur noch Rumpf und Beine betroffen sind, würde allerdings auch gut zur Diagnose eines Guillain-Barre-Syndromes passen, einer sog. Polyradikulitis.)
Für beide Erkrankungen gilt allerdings: medikamentöse Hilfe bei der Wiedererlangung verlorener Funktionen gibt es nicht, dies gebührt der Übung und der physiotherapeutischen Anleitung. Es kann Wochen und Monate dauern. Positiv gesprochen: Auch nach Monaten können noch weitere Besserungen eintreten.

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Peronaeus-Nerv I

was weißt Du über den Perineusnerv? Wird er so geschrieben? Hatte einen Unfall, durch den er durchtrennt wurde. Nerv-ig.

Antwort

Der Nervus peronaeus entsteht durch Teilung des - etwas besser bekannten-Ischiasnerven unterhalb des Gesäßes. Auf der Rückseite des Oberschenkels teilt sich der Nervus peronaeus noch einmal in einen tiefen (profundus) und einen oberflächlichen (superficialis) Anteil. Letzterer, also der Nervus peronaeus superficialis, zieht unterhalb des Kniegelenkes außen um den Kopf des Wadenbeins herum. Hier liegt er knapp unter der Haut und wird oft in Mitleidenschaft gezogen.
Beide Anteile des Nervus peronaeus haben im Wesentlichen die Aufgabe, den (Vor-)Fuß anzuheben, d.h. beim Ausfall schlappt die Fußspitze über den Boden.
Abhilfe:

  1. Wenn der Nerv nicht ganz durchtrennt ist: abwarten, er kann sich innerhalb von Wochen bis Monaten regenerieren.
  2. Wenn der Nerv durchtrennt ist: Frühzeitig die Enden zusammennähen, dadurch funktioniert er zwar noch nicht, aber entlang der Verbindung können neue Fasern aussprossen (ca. 1 mm / Tag) und die Funktion wiederherstellen, wenn sie ihr Ziel (v.a. Muskeln am Unterschenkel) erreicht haben.
  3. Wenn der Nerv durchtrennt ist und die Nervennaht nicht möglich ist: Mit Hilfe der sog. Peronaeusschiene (rechtwinkelig, hinten im Schuh) läßt sich der Funktionsausfall - herabhängender Fuß - einigermaßen beheben.

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Peronaeus-Nerv II

... soweit kenne ich mich aus, da ich durch eine Glasscheibe gefallen bin und mir den Peronaeus durchtrennt habe. Der Nerv wurde von einem Chirurgen (primär) genäht. Das ist jetzt ein Jahr her. Nach ca. einem halben Jahr konnte ich meinen Fuß wieder heben. Es ist keine Veränderung mehr eingetreten, nur habe ich mir jetzt zur Krönung noch das Außenband gerissen.
... Sie möchten mir einen doppelten Nerv einsetzen. Welcher Arzt sollte operieren? Ein Arzt sagte es wäre ein Grenzfall zwischen Neurochirurgen und Plastischen Chirurgen...

Antwort

... ist leider kein Zufall mit dem Außenband, das Fußgelenk ist einfach - noch - etwas instabil. Ich hoffe, es gibt Krankengymnastik... Warum ein doppelter Nerv? Sind noch Teile der Fuß- /Unterschenkelmuskeln unversorgt? Wenn ein Nerv wachsen soll, legt man manchmal einen "geflickten" Nerv daneben, an dem sich der neu wachsende orientieren kann.

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Peronaeus-Nerv III

... Nun zu meinen Fuß: Ich kann zwar meinen Fuß wieder heben, aber nicht nach außen drehen, oder die Zehen bewegen. Ich befürchte, daß diese Funktion auch nicht mehr kommt. Das "Nervt". Mein behandelter Arzt, "nervt" mich auch ständig, daß ich mich jetzt endlich noch einmal operieren lassen soll...
... und das ich zum messen kommen soll ...
Mir wurde erklärt, daß es die Möglichkeit gibt, einen Nerv (der irgendwo wohl doppelt vorhanden oder überflüssig ist) einzusetzen. Diese OP sollte ich erst dann machen, wenn der Nerv nicht von selbst kommt. Ich denke, nach über einen Jahr kommt auch nicht mehr viel. Selbst jetzt, wo ich den Fuß wieder heben kann, bin ich nicht gerade glücklicher, weil "laufen" eigentlich das einzige ist was ich machen kann.
Werde ich nach dieser OP wieder ein halbes Jahr einen hängenden Fuß haben??

Antwort

Das "Messen" ist nicht ganz so unwichtig: man kann im allgemeinen sehr gut abschätzen, wie groß die Chance ist, daß noch etwas kommt. Sollte man auf jeden Fall vor einer OP machen.
Die OP: Es gibt wirklich "fast" überflüssige Nerven: Sie dienen nur dazu, Hautsensibilität vom Fußrücken zu übermitteln, und der Bereich dürfte bei Dir sowieso mehr oder weniger taub sein. Diese Nerven werden an der Verletzungsstelle des Nerven als Überbrückung angenäht, so daß neue Nervenfasern an ihnen entlang zu den Fußmuskeln wachsen können. Das funktioniert nicht immer, aber ohne eine solche "Leitschiene" finden die neuen Nervenfasern ihr richtiges Ziel fast nie.
Kann sein, daß der Fuß für eine Zeit hängt, sollte aber eigentlich nur vorübergehend sein.

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Multiple Sklerose oder nicht?

Als ich vor ca. 1 1/2 Jahren, zu Beginn meiner Schwangerschaft, eine plötzliche Sehverschlechterung auf meinem linken Auge festgestellt habe, die innerhalb weniger Tage oder Wochen schlimmer wurde, bin ich zunächst zur Augenärztin gegangen. Zeitweise habe ich auf dem Auge so gut wie gar nichts mehr gesehen. Diese nahm meine Beschwerden jedoch nicht ernst und meinte nur, es sei eine Sehverschlechterung auf meinem linken Auge, die aufgrund der Schwangerschaft aufgetreten sei, dadurch wäre das linke Auge wohl etwas überlastet und ich bräuchte nur eine stärkere Brille. Diese Erklärung habe ich zunächst akzeptiert, mit der stärkeren Brille wollte ich dann bis zum Ende der Schwangerschaft warten, für den Fall daß sich die Sehstärke noch weiter verändern würde. Als ich nach meiner Schwangerschaft zum Optiker ging um mir eine neue Brille anpassen zu lassen, in der Hoffnung meine Beschwerden würden dadurch verschwinden, konnte dieser auf dem linken Auge keine Sehstärke feststellen - ich konnte nichtmal mehr den Schirm sehen, auf dem sich die Buchstaben befinden sollten. Also bin ich nochmal zur Augenärztin, die mich daraufhin für psychiotisch erklärte und nur meinte, es gäbe auch eingebildete Blindheit. Ich wurde nach Hause geschickt, mit dem Ratschlag erstmal abzuwarten bis sich der Babystress gelegt habe, dann würde sich wohl auch meine Sehkraft wieder einstellen. Aber nichts stellte sich wieder ein, also ging ich einige Zeit später zu meiner Hausärztin, die mich zunächst zur Kernspintomographie und dann zum Neurologen überwies.
Die Kernspintomographie zeigte zwei weiße Flecken in der Nähe des Marklagers. Auf meine Frage was das für Flecken seien bekam ich nur zur Antwort, daß es sich wohl um Entzündungsherde handeln würde, die aber nicht mehr aktiv seien. (Eine vier Wochen später durchgeführte Untersuchung zeigte keine Veränderung der Flecken). Der Neurologe stellte außerdem eine Entzündung des Sehnerves fest, wobei außerdem eine verzögerte Übertragung der Informationen des linken Auges gefunden wurde.
Auf meine Fragen wodurch soche Entzündungen im Gehirn entstehen können bekam ich bei keinem Arzt eine zufriedenstellende Antwort. Es hieß entweder das sei wissenschaftlich noch nicht geklärt oder ich hätte vielleicht mal eine Erkältung gehabt. Damit habe ich mich zufrieden gegeben, obwohl ich mich an keine Erkältung erinnern konnte. Das Wort multiple Sklerose ist in meinem Beisein nie gefallen. Bis gestern. Das hinter meinem Rücken der Verdacht auf multiple Sklerose ausgesprochen wurde, davon hatte ich nicht die geringste Ahnung. Nachdem ich dann in eine ander Stadt gezogen bin, habe ich in der Angelegenheit nochmal meinen neuen Hausarzt konsultiert, da ich mich nicht mit der verlorenen Sehkraft abfinden wollte. Dieser orderte die Untersuchungsergebnisse meiner früheren Hausärztin an und schickte mich dann nochmals zum Neurologen. Ich machte also diese Untersuchungen nochmals, und bekam einen Termin für Montag morgen, um mir die Ergebnisse abzuholen. Als ich Montag in der Sprechstunde erschien hatte der Neurologe sich mittlerweile die Untersuchungsberichte meiner früheren Hausärztin besorgt. Er hielt die Blätter in der Hand und sagte nur:
"Was wollen sie denn eigentlich noch bei mir, ich kann ihnen doch auch nicht mehr darüber sagen, als das, was sie schon wissen. Ihre Sehkraft auf dem linken Auge kann man nicht mehr retten, und ob diese Entzündungen nochmal auftreten und neue Schäden verursachen kann Ihnen keiner sagen. Sie wissen doch daß Sie wahrscheinlich multiple Sklerose haben."
Wie Sie sich vorstellen können, bin ich bei diesen Worten aus allen Wolken gefallen. Ich habe mich vorher natürlich nie mit dieser Krankheit beschäftigt, und wußte daher auch nicht, daß sie mit Entzündungen im Gehirn zu tun hat. Und niemand hat diesen Verdacht mir gegenüber ausgesprochen, der da in diesen Berichten stand und den mir der Neurologe jetzt so rücksichtslos an den Kopf warf. Ob ich nun tatsächlich multiple Sklerose habe oder nicht kann mir scheinbar niemand sagen bevor nicht neue Schübe auftreten. Gibt es wirklich keine Methode, das festzustellen, oder muß ich jetzt in der ständigen Angst leben, daß es sein könnte, daß ich diese Krankheit habe und daß neue Schübe auftreten könnten? Habe ich nun multiple Sklerose oder nicht?

Antwort

Das ist nun allerdings eine nahezu unglaubliche Geschichte - zumindest was die Unkenntnis der Augenärztin angeht. Selbstverständlich hätte bereits zum Zeitpunkt der Sehverschlechterung eine Messung der Übertragung zum Gehirn (sog. VEP, mit Betrachtung eines Schachbrettmusters am Fernseher) eine Verzögerung gezeigt und den Begriff der psychogenen Sehstörung aus der Welt geschafft. Bei allem Vorbehalt einer Internet-Ferndiagnose - aufgrund der sehr detaillierten Schilderung denke ich, daß man mit einiger Sicherheit die Diagnose einer Sehnerventzündung (Retrobulbärneuritis) stellen kann.
Wie ist das nun mit der MS? Die derzeitige neurologische Ansicht ist folgende:

  1. Retrobulbärneuritits und MS sind eng verwandte Erkrankungen, viele Untersuchungsbefunde sind gleich (z.B VEP, aber auch Flecken in Kernspin).
  2. Dennoch bezeichnet man heute beide als getrennte Krankheitsbilder.
  3. Es ist jedoch festzuhalten, daß das Risiko, später an einer MS zu erkranken nach einer Retrobulbärneuritis erhöht ist.
  4. Es gibt keine sichere Prognosemöglichkeit. Einige Untersuchungen sagen, daß das Risiko erhöht ist, wenn man bereits viele Flecken im Kernspin hat. Auch MS-typische Veränderungen im Nervenwasser scheinen mit einem erhöhten Risiko einherzugehen. Dennoch gibt es Patienten mit vielen Flecken im Kernspin und verändertem Nervenwasser, die niemals eine "echte" MS entwickeln.
  5. Vor einigen Jahren schien eine Untersuchung anzudeuten, daß Patienten, die bei der Sehverschlechterung über wenige Tage mit hochdosiertem Cortison behandelt wurden, ein etwas geringeres Risiko hätten, eine MS zu bekommen. Auf lange Sicht hat sich dies jedoch nicht bestätigt.
  6. Eine Möglichkeit, jetzt noch eine Sehverbesserung zu erreichen, existiert meiner Kenntnis nach nicht.
Zusammengefaßt: nach den von Ihnen geschilderten Befunden, v.a., wenn es richtig ist, daß außer der Sehstörung KEINE anderen Symptome bestehen oder bestanden haben, kann man derzeit nur von einer Retrobulbärneuritis sprechen. Gleichwohl ist das Risiko, später eine Multiple Sklerose zu entwickeln erhöht.

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Hörverlust nach Meningitis

Ich bin kürzlich an einer Meningitis erkrankt. Nun habe ich eine auf dem rechten Ohr einen schweren Hörverlust und auf dem linken Ohr mittleren Hörverlust erlitten. Mich würde interessierne, ob es für solche Hörverluste eine Alternative zum Hörgerät gibt, die eine Heilung durch Therapie in Betracht zieht. Meine Frage an sie lautet: Gibt es in Deutschland so eine Art Hörschulen, die besonders zu empfehlen sind oder gibt es andere Möglichkeiten das Gehör wieder auf seinen alten Stand zu bringen? Denn vor der erkrankung hatte ich ein voll funktionstüchtiges Gehör.

Antwort

Die Schwerhörigkeit ist eine typische Folge der (Pneumokokken-)Meningitis. Leider existiert nach meiner Kenntnis derzeit keine andere Behandlungsmöglichkeit als ein Hörgerät. Es ist aber in jedem Fall empfehlenswert, auch noch mit einem Hals-Nasen-Ohrenarzt Rücksprache zu halten.

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